
Da ich derzeit alle Spendengelder verwendet habe (nur für unten genannte Sachen, sämtliche eigene Fahrten/Transportkosten bezahle ich selbst) möchte ich eine neue Spendekampagne starten. Ich würde mich über neue Spenden von Euch/Ihnen sehr freuen.
Konto/IBAN: DE20 3101 0833 9910 6684 62
BIC: SCFBDE33XXX
Kontoinhaber: Keno Verseck
Betreff: Huljajpole
ACHTUNG: Als Betreff bitte nur Huljajpole schreiben, NICHT Spende. Mein bisheriges Konto wurde wegen meiner Spendenaktivitäten für die Ukraine gekündigt.
Außerdem werde ich im November in Berlin eine Veranstaltung zu Huljajpole haben. Ort/Zeit teile ich rechtzeitig mit.
Ich war in der vergangenen Woche mehrere Tage in der Stadt und konnte Dank euch Spenden dorthin bringen: ein Ecoflow-Gerät (2,4 KwH-Stromspeicher für den mobilen Einsatz), ca. 20 Kilogramm Medikamente, Verbandszeug, Desinfektionsmittel, einen Fahrradtrainer für ein Rehalbilitationszentrum für Verwundete aus der Stadt (das in der Großstadt Saporischschja arbeitet) und einen mobilen Rollstuhl. Mein besonderer Dank für die Geld- und Sachspenden an meine Schwester Geesche Jalba-Verseck, an meinen Journalisten-Kollegen Jürgen Buch sowie an meine Mutter Wiebke Richter und ihren verstorbenen Mann David Gienapp. Außerdem mein besonderer Dank an die Octopus-Apotheke und den Inhaber in Berlin-Waidmannslust für die Medikamenten-Spenden.
Außerdem konnte ich Dank meiner Freunde von der Universität Czernowitz/Chernivtsi einen 6,5 KW-Benzin-Generator nach Huljajpole bringen. Mein besonderer Dank dafür an Oxana Matiychuk, Serhij Lukanjuk und die Ukrainisch-Deutsche Kulturgesellschaft Chernivtsi/Zentrum Gedankendach.
Ich möchte Euch und Ihnen auch den Dank der Stadt, des Bürgermeisters Serhij Jarmak, seines Stellvertreters Witalij Lewtschenko, der Mitarbeiter des operativen Stabes, des Arztes Maksym Wojtjuk, der Verteidiger der Stadt und natürlich der verbliebenen Einwohnerinnen und Einwohner ausrichten.
Leider hat sich die Situation in der Stadt und im Umland in den vergangenen drei Monaten verschlechtert. Die russische Armee greift die Stadt und vor allem die umliegenden Dörfer sehr stark mit Raketen, Lenkbomben und Drohnen an, insbesondere die Dörfer Malyniwka östlich der Stadt sowie Uspeniwka nordöstlich der Stadt werden systematisch dem Erdboden gleichgemacht, ohne dass die russische Armee dabei größere Geländegewinne erzielt. Gemäß der russischen Vorgehensweise wird die gesamte Infrastruktur und werden alle Wohn- und sonstigen Gebäude zerstört. Auch Arbeiter in der Landwirtschaft – zur Zeit wird auf Feldern ab etwa 10 Kilometer nördlich der Front geerntet – werden immer wieder mit Drohnen angegriffen. Trotzdem arbeiten der Stadtrat und die Angestellten soweit wie möglich, es gibt in der Stadt weiterhin eine Grundversorgung mit Leensmitteln, Strom, Dusch- und Waschmöglichkeiten, Internetverbindungen im unterirdischen „Punkt der Unbeugsamkeit“, außerdem funktionieren die Grundversorgung im Krankenhaus sowie Stadtreinigung nach wie vor regelmäßig; auch werden zweimal pro Woche kostenlose Transporte in die nächstgelege Kleinstadt und zurück angeboten. In der Stadt gibt es noch etwa 900 Einwohner, im Umland etwa 400 Einwohner.
Anbei sende ich Euch einige Fotos.

Jeden Morgen tagt die Stadtverwaltung im „Punkt der Unbeugsamkeit“ und bespricht die Geschehnisse der vergangenen 24 Stunden sowie die Tagesaufgaben

Der große Aufenthaltsraum des „Punktes der Unbeugsamkeit“ am Morgen. Bewohner können Kaffee trinken, warten auf das Mittagessen, laden Telefone auf, unterhalten sich und schauen Nachrichten

Übergabe des Ecoflow-Geräts an die Verteidiger der Stadt – sie brauchen das mobile Stromgerät für Einsätze, u.a. zum Betreiben von Starlink-Terminals

Übergabe von Medikamenten an den Arzt Maksym Wojtjuk im Krankenhaus

Der Patch der Polizei in der Stadt – Aufschrift: „Machnohrad – Freiheit oder Tod“ mit einem Bild Nestor Machnos

Von der russischen Armee zerstörtes Wohnhaus

Von der russischen Armee zerstörtes Wohnhaus mit zerstörten Geschäften

Blick in eine von der russischen Armee zerstörte Wohnung

Ein Einwohner vor seinem Haus zeigt die Hülse einer russischen Grad-Rakete

Hülse einer russischen Grad-Rakete

Krankenschwestern im Krankenhaus

Die Köchin im „Punkt der Unbeugsamkeit“

Täglicher kostenloser Friseurdienst im „Punkt der Unbeugsamkeit“

Der kostenlose Waschdienst im „Punkt der Unbeugsamkeit“
